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Landesverband Amateurtheater Rheinland-Pfalz e.V.

Chronik

2001 - 2003: Das Landesensemble

Der leider vergebliche Versuch, eine Tradition zu begründen

Im Jahr 2000 beschloss der Vorstand des Landesverbandes die Gründung eines Landesensembles. In der ersten Veröffentlichung hierzu im Vorhang auf 4/2000 heißt es:

 

„Was in anderen Landesverbänden schon Tradition besitzt, soll in Rheinland-Pfalz noch eine werden. Ziel des Landesensembles ist es, die besten Amateurschauspieler des Landes zu einem Ensemble zusammenzubringen.“

 

Um es vorweg zu nehmen: Die Etablierung einer Tradition ist dem Landesverband leider nicht gelungen. Das Landesensemble 2003 blieb eine einmalige, wenn auch sehr erfolgreiche und künstlerisch anspruchsvolle Produktion. Folgende Regularien hatte der Verbandsvorstand für das Landesensemble festgelegt:

 

  • Der Verbandsvorstand beruft einen Regisseur zur Bildung eines Landesensembles.
  • Alle Mitglieder der Theatergruppen des Landesverbandes Amateurtheater Rheinland-Pfalz e.V. können sich als Schauspieler bewerben. Zweckmäßigerweise direkt bei dem Regisseur. Wichtig hierbei ist, daß dem Regisseur die Möglichkeit geboten wird, die Bewerber auf der Bühne zu sehen.
  • Der Regisseur besucht die entsprechenden Aufführungen und/oder Lehrgänge und sucht sich geeignete Schauspieler aus (max. 2 pro Gruppe!).
  • Der Regisseur bestimmt in Absprache mit dem Verbandsvorstand das zu aufzuführende Stück.
  • Proben finden an einem geeigneten Ort statt, Kulissenbau usw. im Rahmen von Workshops oder Patenschaft einer Theatergruppe.
  • Die Aufführungen des Landesensembles finden bei besonderen Anlässen statt, z.Bsp. Landesverbandstag, Theaterfestivals des Bundes, Theatergruppen mit festem Programm usw.
  • Der Regisseur und das Ensemble wird für jedes Jahr neu zusammengestellt, es wird kein „festes Ensemble“ entstehen.
  • Die Mitglieder erhalten eine Aufwandsentschädigung für Proben und Aufführungen.
  • Die Mitglieder erhalten nach der Premiere eine Urkunde sowie ein Geschenk und dürfen sich zukünftig „Mitglied des Landesensembles 20??“ nennen.
  • Die Produktion kann im Sinne „Projekt NAP“ gewertet werden.
  • Geplant ist zunächst, für jedes Jahr ein Ensemble zusammenzustellen.

 

Zum ersten Regisseur wurde Andreas Wahl von den Mayenspielern berufen. Er war zum Zeitpunkt seiner Regisseurtätigkeit 38 Jahre alt, wohnte in Münstermaifeld in der Nähe der Burg Eltz und hatte 20 Jahre zuvor die Mayenspieler mitgegründet. Seit dieser Zeit war er ein „Theatermensch“.

 

Ab Anfang 2001 warb Andreas Wahl im Vorhang auf um Schauspieler für das Ensemble. Ende 2001 war dann auch klar, welches Stück gespielt werden sollte: Die Möwe von Anton Tschechow. Im Vorhang auf 4/2001 schwärmte der Regisseur:

 

„Es sind 13 traumhafte Rollen zu besetzen. Die verschiedenen Rollen bewegen sich in den Altersklassen von ca. 20 bis 60 Jahren. Jede einzelne Rolle eine Charakterstudie und eine Herausforderung für jeden Schauspieler. Nur Mut, meldet Euch.“

 

Im gleichen Atemzug warb er um „Fachleute für Ton, Licht und Maske“: „Ein Aufruf an alle Techniker und Maskenbildner!“ Dieser Aufruf blieb nicht ungehört:

Entwurf des Bühnenbildes

Im Februar 2002 begannen die Proben. Schon früh bot das Ensemble an, Gastspiele bei den Mitgliedsbühnen zu geben. Die Premiere sollte auf dem Landesverbandstag im Mai 2003 stattfinden.

Ein Mitglied des Ensembles berichtet im Vorhang auf 3/2002  von einem Probenwochenende vom 23. bis 25. August 2002 in der Jugendherberge in Mayen:

 

Am 17. und 18. Mai 2003 fand anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Wasgau-Theaters in Petersbächel der Landesverbandstag statt. Samstags am frühen Nachmittag führte die gastgebende Bühne zunächst ihre aktuelle Komödie auf. Nach einem gemeinsamen Abendessen kam es dann um 20 Uhr endlich zur Premiere von Tschechows Möwe.

Das Original des Flyers, der damals mit Sicherheit nicht so genannt wurde

Hier der Bericht im Vorhang auf 2/2003.

 

Schon am 24. Mai 2003 fand die zweite Aufführung des Stückes im Rahmen der Feiern des 20. Geburtstags des Theatervereins Elschbach statt. Davon berichtete Peter Kappel ebenfalls im Vorhang auf 2/2003.

 

Am 16. August 2003 dann sogar eine Freilichtaufführung auf dem Gelände der Theaterspielgemeinschaft Flammersfeld:

Weitere Aufführungen fanden am 18. August bei den Burgfestspielen Mayen, am 13., 20. und 21. September beim Theater für 99 in Koblenz und am 27. September in der Josef-Kehrein-Schule in Montabaur statt. Ehrlich begeistert zeigte sich Andreas Pecht, Leiter des Kulturressorts, in der Rhein-Zeitung:

Eine Wiederholung gab es aber, wie bereits eingangs erwähnt, in den Folgejahren leider nicht.

 

Hier eine Zusammenstellung der Berichte im Vorhang auf.