Landesverband Amateurtheater Rheinland-Pfalz e.V.

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Aber bitte mit Gefühl!

Bericht vom Seniorenlehrgang vom 27. bis 29. April 2016 in der Jugendherberge Leutesdorf

Aber bitte mit Gefühl!

Ausdruck von Emotionen auf der Bühne,

das war der Tenor des diesjährigen Lehrgangs für Senioren in Leutesdorf. Die dortige erst kürzlich renovierte Jugendherberge ist ideal für Workshops bzw. Seminare.

Seniorenreferentin Traudel Kappel und Seminar- Referentin Petra Newiger konnten  neunzehn Teilnehmer/Innen aus drei Theatergruppen  – beheimatet in Rheinland-Pfalz – begrüßen. Auf ausdrücklichen Wunsch beider Damen war das Gepäck mit guter Laune voll bepackt.

Die Vorstellungsrunde kostete nicht viel Zeit, da die Mehrzahl sich bereits aus vorherigen Seminaren kannte, die Wiedersehensfreude war sehr groß.

„Treibholz“ war das Leitmotiv der nächsten Tage. Aus Bildern/Grafiken wählten wir ein uns ansprechendes Motiv und beschrieben anschließend die daraus resultierenden Emotionen. Wut, Trauer, Angst und Freude sind die vier Grund-Emotionen. Diese wechselnden Gefühlszustände wurden mittels Gänge im Raum erfolgreich in Szene gesetzt. Bei einem gemeinsamen kleinen Umtrunk klang ein lehrreicher Tag aus.

Gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück sammelte die Gruppe in den frühen Morgenstunden des 2. Tages am naheliegenden Rheinufer das angeschwemmte Treibholz.

Mittlerweile war der Übungssaal zum Ausstellungsort umfunktioniert, jedes Fundstück eine Dekoration und wurde nach Form etc. phantasievoll begutachtet. Die in kleinen Gruppen -maximal 4 Personen- entwickelten Szenen am Nachmittag waren sehr emotional , einige sogar musikalisch untermalt. Treibholz erinnert an die Ziellosigkeit oft im Leben, dennoch ist am Ende des Weges das Ziel greifbar.

Der Weg ist das Ziel.

Zum Schluss bestimmt die Sonne unseren Alltag, das Leben ist wieder lebenswert! Sich treiben lassen eine gute Alternative.

„Im Zeitstrom Wurzeln bilden zu wollen ist unklug. Treibholz ist die entspanntere Variante“ (Franz Friedrich Karacs)

Am späten Donnerstagabend hieß das Gesprächsthema in angeregter Runde u.a. natürlich „Treibholz“. Stille Post, ein Relikt aus Kindertagen war der Anlass div. Lachattacken und sorgte somit ebenfalls für eine angenehme Stimmung.

Nach der Aufwärmphase am Abreisetag lautete die Aufgabe:wechselnde Emotionen in Körpersprache auszudrücken.

Bei der obligatorischen Abschlussbesprechung befragte Traudel uns, welche Wünsche wir bezüglich des Lehrgangs im nächsten Jahr hätten.

Straßentheater ein Vorschlag, der sehr begrüßt und auch lebhaft besprochen wurde.

Das Spiel mit Masken auf der Bühne effektiv zu gestalten war die Anregung von Monika Nägel.

Abschließend dankten wir Petra, weil sie uns in der relativ doch kurzen Zeit ermutigt hat, Emotionen deutlich zu zeigen. Nach Hause fuhren wir immens entdeckerfreudig und bereit, das Erlernte auf der Bühne mit Gefühl umzusetzen.

Professionell war auch wiederum, wie in den vergangenen Jahren, die geleistete org. Arbeit von Traudel. Es ist keineswegs selbstverständlich, dass es auch im Jahre 2016 „ wie am Schnürchen“ lief. An dieser Stelle ebenfalls vielen Dank.

Nach einem herzlichen Abschied traten wir die Heimreise an, überzeugt, dass wir glaubhaft Wut, Trauer, Angst und Freude auf der Bühne dem Publikum nun glaubhaft nahebringen können.

Schon heute hoffen wir,dass wir gesund bleiben und freuen uns auf das Wiedersehen anno 2017.

Mai 2016
Renate Kaufmann

Bilder vom Lehrgang:

Bild 1
Bild 2
Bild 3